Die individualisierte Therapie von Wirbelsäulenleiden als Qualitätsstandard

Individualisierte Therapie

Patienten gestalten Genesung aktiv mit

Die patientenzentrierte Medizin mit der individuell angepassten Therapie geht von der Annahme aus, dass der Patient nicht bloss ausführt, was ihm Gesundheitsprofis empfehlen, sondern an den Massnahmen aktiv teilnimmt. Konkrete Zielstellungen orientieren sich an der individuellen Ausgangslage der Patientinnen und Patienten.
Interdisziplinäre multimodale Diagnostik und Therapie müssen sich an der individuellen Befundlage des Patienten orientieren. Initial stellt sich die Frage, ob eine Operation notwendig ist oder eine konservative Behandlung zum Behandlungserfolg führt. Denn die Erfahrung zeigt – ein grosser Teil der Erkrankten wird erfolgreich konservativ therapiert.

Für jeden
Rücken die
massgeschneiderte
Behandlung

Individuell und minimalinvasiv – die Möglichkeiten der modernen Wirbelsäulenchirurgie

Sind die konservativen Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft, hat die moderne Medizin gute Möglichkeiten, korrigierend einzugreifen. In den vergangenen drei Jahrzehnten hat sich die Wirbelsäulenchirurgie kontinuierlich weiterentwickelt. Erkrankungen, die vormals mit grossen mehrstündigen Operationen therapiert wurden, können heute mit minimalinvasiven, einstündigen Operationen behandelt werden. Wichtig bei der Bewältigung des Wirbelsäulenleidens ist die Individualisierung der Behandlung und die Kombination aller neuen Entwicklungen und Technologien auf dem Gebiet der Wirbelsäulenchirurgie. Die massgeschneiderte Therapieoptionen werden dabei von erfahrenen Wirbelsäulenspezialisten individuell und bedürfnisgerecht mit den Patienten erarbeitet. Kennt der Wirbelsäulenspezialist die Erwartungen sowie Beweggründe genau und hat diese eingehend untersucht, kann er geeignete Operationsmethoden empfehlen und erklären. Die exakte Planung und die strategischen Entscheidungen für den Eingriff bleiben Sache des Experten.

Interdisziplinäre Diagnostik bei multifaktoriellen Symptomen

Komplexe Erkrankungen des Bewegungssystems sind in der Regel multifaktoriell bedingt. Dazu gehören:

  • degenerative Wirbelsäulen- und Gelenkerkrankungen
  • komplexe Funktions- und Bewegungsstörungen
  • chronische Schmerzerkrankungen
  • rheumatische Erkrankungen
  • Stoffwechselerkrankungen mit Störungen im Bewegungssystem


Derartige Erkrankungen des Bewegungssystems benötigen eine interdisziplinäre Diagnostik und bei hoher Krankheitsintensität eine akutmedizinische multimodale Komplexbehandlung.

Methodik der individualisierten Therapie in der Wirbelsäulenchirurgie

Die Methodik bei der individuellen Behandlung berücksichtigt konservative Verfahren, klassische OP-Techniken und minimalinvasive endoskopische Operationen (Schlüssellochchirurgie). Hier greifen die Vorzüge der direkten Visualisierung – Winkeloptiken, welche durch Prismen den Blickwinkel des Endoskops verändern können. So lassen sich die zu untersuchenden Strukturen seitlich oder im gewünschten Winkel frei betrachten. Lichtquellen unterstützen den Operateur zusätzlich und leuchten das gesamte Operationsareal und die anatomischen Strukturen umfassend aus. Je nach Lokalisation und Ausprägung der Erkrankung wird diese endoskopische Operationstechnik angewendet. Anhand eines hochauflösenden Endoskops kann der Wirbelsäulenchirurg über einen minimalinvasiven Zugang von wenigen Millimetern die Nervenstrukturen durch ein Endoskop erkennen. Diese Schlüssellochchirurgie lässt dank der minimalen Gewebetraumatisierung mit Schonung der Muskeln, Bänder und Sehnen eine schnellere Genesung der Patienten und Patientinnen zu. Es gilt zu beachten, dass nicht jede Patientin, jeder Patient für eine minimalinvasive endoskopische Operation geeignet ist. In diesem Fall ist eine klassische Operationstechnik die beste Wahl. Welche Methode gewählt wird, zeigen die Abklärungen und das Gespräch zwischen Spezialisten und Erkrankten. Eine gute Wirksamkeit in der Umsetzung der Therapie wird mit hoher Spezialisierung in Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen anderer Disziplinen, wie Rheumatologen, Neurologen, Physiotherapeuten und interventionellen Radiologen erreicht. Gefasst werden alle Massnahmen von einem Behandlungsplan, der zum Lebensstil und den medizinischen Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten passt.